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Wir vom Skigebiet

Was wäre unser Skigebiet ohne die Menschen, die es mit Leben füllen, die es gestalten, entwickeln und mit neuen Ideen stets nach vorn bringen. Hier stellen wir sie vor: Die Liftbetreiber, unsere Skischulen – vor allem aber die Menschen hinter den Kulissen. Sie sind es, die Winter leben und für traumhaftes Skivergnügen in Willingen sorgen.

reiner muetze wilddieb
Reiner Mütze ist ein echter Macher im Skigebiet

Reiner Mütze: „Die Zeichen stehen auf Zukunft“
Vom Bett direkt auf die Piste – der Willinger Wilddieb

„Corona hat uns zusammengeschweißt.” Reiner Mütze kann der Pandemie tatsächlich etwas Positives abgewinnen. Und das, obwohl der Familienbetrieb mit all’ seinen Sparten wie viele andere Unternehmen über längere Zeit geschlossen war. Doch in dieser Zeit hat sich trotzdem einiges getan, niemand ist entlassen worden, alle haben mit angepackt und die Zeichen auf Zukunft gestellt.

Gemeinsam mit seiner Frau Kirsten Schlömer-Mütze führt der 53-jährige Reiner Mütze ein Willinger Traditionsunternehmen, das viele noch immer mit dem 2018 verstorbenen Gründer Hans Schlömer verbinden. Zum Familienbetrieb gehören der Berggasthof “Zum Wilddieb”, ein benachbartes Gästehaus, der Ski- und Rodelhang “Dorfwiese”, mehrere Skilifte, das Hotel “Panorama” und im Ortsteil Usseln das “Oldtimer Curioseum”, ein überaus beliebtes Ausflugsziel mit vielen kuriosen Sehenswürdigkeiten. „Das ist das Herzstück, das mache ich gerne, gerne, gerne weiter”, sagt Reiner Mütze mit Blick auf dieses besondere Vermächtnis seines Schwiegervaters.

In der Halle an der Düdinghäuser Straße “findet sich jeder wieder”, nennt Reiner Mütze einen Grund für die große Beliebtheit des Curioseums. Alte Autos, Traktoren und anderes landwirtschaftliches Gerät, unzählige Erinnerungsstücke aus vergangenen Jahrzehnten, alte Werkstätten und technische Geräte, Lehrreiches, witzige und ungewöhnliche Figuren, seltenes Spielzeug, ein Flugzeug vor der Tür, eine Kuh auf dem Dach und vieles mehr. “In vielen Schauvitrinen gibt es stets originelles bis unmögliches Sammlerstrandgut”, heißt es auf der Homepage. Die meisten Besucher “drehen bei uns eine zweite Runde, weil es so viel zu sehen gibt”, unterstreicht Mütze.

Am Curioseum will er die Außenanlagen verschönern, außerdem soll die Ausstellung immer weiter verbessert und erweitert werden, kündigt der Willinger Unternehmer an.

Auch in den anderen Sparten des Familienunternehmens mit fast 30 Festangestellten gab und gibt es keinen Stillstand. So hat die gesamte Mannschaft den Berggasthof “Zum Wilddieb” renoviert, umgestaltet und auch umgebaut. In der gemütlichen Gaststube mit alpenländischem Flair genießen die Besucher nicht nur “eine phantastische Aussicht auf Willingen”, sondern auch eine ausgezeichnete Küche. Die Hotelzimmer im Gebäude wurden verschönert, im Untergeschoss bietet ein großer uriger Almkeller genügend Platz für Familien- oder Firmenfeiern. Viele Besucher kennen die Räume noch aus den Zeiten der legendären Diskothek “Rock In”. Doch die Zeiten hätten sich verändert, sagt Reiner Mütze, und so habe man sich bei der Neugestaltung erfolgreich an den neuen Anforderungen und Wünsche der Gäste orientiert.

Als einen Erfolg wertet der 53-Jährige auch die Tatsache, dass das Unternehmen in der Corona-Krise niemanden habe entlassen müssen. Die gesamte Belegschaft habe “kräftig mit angepackt” bei allen Umbau- und Renovierungsarbeiten. “Wir haben zusammen gearbeitet, auch mal zusammen im Dreck gestanden und mittags zusammen gegessen”, berichtet Reiner Mütze: “Das hat uns noch mehr zusammengeschweißt.” Er sei sehr stolz auf sein tolles Team und seine Familie, gibt der Willinger unumwunden zu. Und mit Sohn Silas stehe schon die nächste Generation in den Startlöchern.

Viele Besucher kennen Reiner Mütze in zünftiger Lederhose, Trachtenhemd und -weste sowie mit Filzhut und Skibrille. Ebenso gerne trägt der sympathische Gastwirt gern Arbeitskleidung. “Ich bin gelernter Schlosser und Installateur”, erzählt der fleißige Willinger, der handwerklich sehr begabt ist und Freude an den Arbeiten im Betrieb hat. “Daher kann ich fast alles selber machen, und auch mein Bruder und die Jungs packen kräftig an.”

Wenn die Skisaison im Upland läuft, dann herrscht bei der Familie Schlömer-Mütze stets viel Betrieb. Die beiden eigenen Skilifte auf den Ettelsberg führen direkt am Berggasthof vorbei, und wer dann auf Skiern oder dem Snowboard ins Tal gleitet, der “fährt direkt bei uns auf die Terrasse”, sagt Reiner Mütze, der den Schneebegeisterten gern mit heißen Getränken und leckeren Speisen eine angenehme Pause bereitet. “Hier wird viel für den Wintersportler getan”, versichert der 53-Jährige. Das spiegelt sich übrigens auch in der Werbung für die Übernachtungen im “Wilddieb” wider: “Vom Bett auf die Piste” heißt es da.

Foto: Skigebiet Willingen/ S. Pfannstiel

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Brigitte Bruchhäuser liebt und lebt den Wintersport

Etwa 3000 Kinder erlernen in einer “normalen” Saison das Skilaufen in der DSV-Skischule Upland auf der “Dorfwiese” am Fuße des Ettelsbergs, die Brigitte Bruchhäuser seit 1987 dort im Skigebiet betreibt. Das gesamte Leben der 69-Jährigen ist eng mit dem Wintersport verbunden, was wohl auch an ihrem Vater liegt: Sepp Weiler aus Oberstdorf, der 1951 als Skispringer in Willingen mit 101 Metern einen neuen Schanzenrekord aufstellte und 17 Jahre lang hielt.

Wenn Brigitte Bruchhäuser von ihrem 1993 verstorbenen Vater erzählt, leuchten ihre Augen. “Ich hatte eine enge Beziehung zu meinem Vater”, die “Erinnerungen an ihn sind auch heute noch stets präsent.” Die aktive Zeit von Sepp Weiler als Skispringer kennt die Tochter nur aus Erzählungen – im Jahr des Schanzenrekords in Willingen beendete der Oberstdorfer seine Karriere, im Jahr danach kam Töchterchen Brigitte zur Welt. Wenige Jahre später, 1958, zog die Familie aus dem Oberallgäu ins Upland. Unternehmer-Urgestein Hans Schlömer suchte damals einen Betreiber für die Liftgaststätte “Zum Wilddieb”. Familie Weiler übernahm das Lokal am Ettelsberg.

“Wir wohnten auch dort, und als Kind bin ich im Winter auf Skiern zur Schule gefahren”, erzählt Brigitte Bruchhäuser – die “Bretter” mussten draußen vor der Uplandschule stehen bleiben, die klobigen Schuhe ebenfalls. “Dann bin ich immer auf Strümpfen ins Klassenzimmer gegangen, so kannte man mich damals”, sagt Brigitte schmunzelnd. Die Kehrseite: Nach Schulschluss musste das Mädchen die Skier schultern und den Ettelsberg zu Fuß erklimmen, um wieder nach Hause zu kommen. Dort ließ die Schülerin die Hausaufgaben links liegen und glitt erneut ins Tal – oder half aus in der Skischule, die ihr Vater einige Jahre betrieb. Anfängern das Skilaufen beizubringen, liegt also in der Familie.

Und Brigitte Bruchhäuser hat das bis heute nicht losgelassen: 1985 gründete sie, damals im Ferienpark Usseln, ihre eigene Skischule. 1987 folgte die Außenstelle am Ettelsberg – die später zum Hauptbetrieb wurde. Anfangs brachte die frühere Rennläuferin und zweifache westdeutsche Jugend-Meisterin den Kindern das Skilaufen noch selbst bei. Im Laufe der Jahre wuchs die Schar an Schülerinnen und Schülern aber so stark an, dass mehrere Skilehrer nötig waren. Die DSV-Skischule Upland wurde aber nicht nur personell immer größer, Brigitte Bruchhäuser erweiterte auch das Angebot im Laufe der Jahre: So kam 2004 ein Skiverleih hinzu, anfangs in einem Container, ab 2009 in einer neu gebauten Halle an der Dorfwiese. Im selben Jahr stieg die Skischule mit dem Bau eines 30 Meter langen Förderbandes zum “Kinderland” auf. Im Jahr 2015 kam auch eine Kunstskipiste hinzu. Und 2017, als noch niemand etwas von Corona ahnte, baute Brigitte Bruchhäuser ein Skischul-Blockhaus quasi als “Verwaltung”: Hier organisiert die Chefin den gesamten Schulbetrieb und nimmt die Anmeldungen persönlich entgegen. Das alles passierte früher in einem Wohnwagen. Schließlich handelt es sich um ein Saisongeschäft.

“Es ist wunderschön, den Kindern dabei zuzusehen, wie sie immer besser und sicherer beim Skilaufen werden”, beschreibt es die sportliche Unternehmerin. Sie habe schon immer ein gutes Verhältnis zu Kindern gehabt – vor allem wenn sie am Wintersport interessiert sind. Dafür schlägt ihr Herz noch immer. Sie selbst geht noch immer gerne Skilaufen, nur Fortbildungen als Lehrerin absolviert sie inzwischen nicht mehr.

Für den Winter wünscht sie sich, dass Corona der Skischule nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht. Zu groß waren die Einbußen in der zurückliegenden Saison, die der Pandemie weitgehend zum Opfer fiel. Vielmehr möchte die 69-Jährige, dass wieder Leben herrscht am Ettelsberg. Den bezeichnet sie als ihren Lieblingsort im Upland – aus gutem Grund: “Die Verbindung ist tief, das wird immer so bleiben”, sagt Brigitte Bruchhäuser. Und ihre Augen beginnen wieder zu leuchten…

Text/ Foto: S. Pfannstiel/ Skigebiet Willingen

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